Moritz Wenz - Düsseldorf

Kunst und Gastronomie

Moritz Wenz ist nicht der Erste, der seine Produkte mit einem Fotografen unter Tage schickt. Ihm geht es aber nicht um den beliebten Kontrast von filigranem Design und rauer Industrie–seine Accessoires kehren quasi zurück an ihren Ursprung. In 1500 Meter Tiefe merkt MoritzWenz: Stoff hält hier maximal einen halben Tag. Deshalb prägt er Hammer und Schlegel auf Leder. Immer wieder neue Ideen ergänzen sein Sortiment,von Schmuck bis zum Korkenzieher-Bausatz – Hauptsache, strapazierfähig und ein bisschen rau. Für die Serie „Flöz“entwirft er seit 2009 Gürtel und robuste Taschen, in denen Werkzeug seinem Platz findet. Sie erinnern an nützliche Begleiter bei den aussterbenden Berufen im Bergbau und der Schwerindustrie, obwohl darin heute Tablet und Papiere statt Butterbrotdose und Arbeitsmesser verschwinden. Um seine Entwürfe greifbar zu machen, wendet sich Moritz Wenz einer Branche mit noch längerer Geschichte zu: dem Handwerk. Der Designer engagiert kleine Manufakturen und Familienbetriebe in Nordrhein-Westfalen – nicht nur, weil das zur Heimatgeschichte seiner Produkte passt. Moritz Wenz findetes auch nützlich, dass er schnell mal eben in seiner Täschnerei vorbeischauen kann.
Autor: Petra Engelke
Foto: Erwin Wenzel

eat & drink

Geschüttelt und gerührt

In leuchtender Schreibschrift strahlt der Schriftzug „Ellington“ hinter der dunklen Theke,an der dunkel roten Wand. Hier haben unzählige Flaschen ihren Platz gefunden, ebenso wie zahlreiche weitere Cocktail-Zutaten. In der Bar Ellington, die in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs z ufinden ist, wirft der Barkeeper den Cocktail-Mixer von einer Hand in die andere, gestaltet das Glas farbenfroh und Aufsehen erregend. Begleitet wird das Spektakel stets von guter Musik. Das Ellington ist sowohl für das Auge als auch für den Gaumen ein wahrer Genuss. Neben dem alltäglichen Bar-Betrieb bieten die Betreiber in Aachen, Köln und Düsseldorf regelmäßig Cocktail-Kurse an, die sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet sind. Ein Besuch, egal, ob zum Cocktails trinken oder selber machen, ist ein absolutes Muss.
Autor: Sandra Redegeld

Scheurenstraße 5 40215 Düsseldorf https://www.11cl.de/bar-ellington

eat & drink

Smile, there's Gin!

Wenn man sich im Pechmarie so umschaut, könnte man meinen, hier lebt der Geist eines gut betuchten alten Herrn, der stets mit einem ausgewählten Glas Gin in der Hand durch sein „ Wohnzimmer “ schritt und der bei der Einrichtung auf dunkle alte Möbel gesetzt hat. Damit hat er einen ganz besonderen Charakter geschaffen. Tatsächlich steht hi nter dem Pechmarie, einer Bar im schönen Flingern, ein jüngeres Team, als es der Charakter der Bar vermuten lässt. Doch die Bar besticht neben dem einzigartigen Flair, guter Musik und urigem Ambiente vor allem mit seiner Gin- Karte. Bei mehr als 100 verschiedenen Gin-Sorten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für die Nicht-Gin-Trinker gibt es eine Bier-Karte, die mit mehr als 20 verschiedene Sorten trumpft. Das Pechmarie ist ein Laden, wie es ihn in jeder Stadt geben sollte. Einfach überall.
Autor: Sandra Redegeld

Ackerstraße 109 40233 Düsseldorf

eat & drink

Auszeit am Bahndamm

Die Sennhütte ist ein Lokal mit einem ganz besonderen Charme. Direkt an der Düsseldorfer S-Bahn Haltestelle „Zoo“ beheimatet, rauschen in regelmäßigen Abständen Züge mit 100 Sachen vorbei – und hinterlassen nicht nur einen wunderbaren Klang, sondern einen ganz einzigartigen Charakter.Die Züge stören hier eigentlich niemanden, ganz im Gegenteil: Mit einem leckeren Vino, köstlichem Essen und frisch gezapften Bier herrscht in der Sennhütte eine ganz besondere Atmosphäre. DieSpeisekarte ist vielseitig und abwechslungsreich, die Gerichte werden allesamt liebevoll zubereitet und der Teller hübsch verziert. In dem urigen Lokal und dem gemütlichen Biergarten werden aus Minuten Stunden und es gibt eigentlich keinen Ort, an dem man lieber sein möchte als in der Sennhütte- mit lecker Essen und frischem Bier.
Autor: Sandra Redegeld
Fotos: Bozica Babic

Rethelstraße 96 40237 Düsseldorf

art

„In orbit“ wird im Frühjahr wiedereröffnet

Der Grat zwischen den Dimensionen, die wir kennen und denen, die noch entdeckt werden wollen, ist so schmal, dass bei dem Tanz über das metaphorische Drahtseil schnell der Boden unter den Füßen verloren geht. Genau das ist in der faszinierenden Rauminstallation „in orbit“ des Künstlers Tomás Saraceno gewollt. Die Installation in der gewaltigen Glaskuppe des K21 wird Anfang des Jahres 2017 wiedereröffnet, nachdem „in orbit“ in gleicher Kulisse bereits im vergangenen Jahr ein Besucher-Highlight war. In 20Meter Höhe sind Seilkonstruktionen gespannt, die über begehbare Netze in durchsichtige PVC-Kugeln führen. Der Künstler hat sich bei der Konstruktion a ndem Aufbau eines Spinnennetzes orientiert–und dieses weiter ausgeführt. Mit den Füßen auf dem Boden und doch Luft, das erlebt man nur hier.
Autor: Sandra Redegeld
Fotos: Studio Tomás Saraceno © 2013

Ständehausstraße 1 40217 Düsseldorf http://www.kunstsammlung.de/