Gelsenkirchen

Gelsenkirchen ist ein Eldorado für Lokalpatrioten der trotzigen Art. Auf nahezu jeder Rangliste, die sich mit der Zukunftsfähigkeit deutscher Städte beschäftigt, hat Gelsenkirchen unverbrüchlich seinen Katzentisch reserviert. Gelsenkirchener sterben früher und brechen eher als andere ihre Schullaufbahn ab. Das ist belegt. Das kann man tragisch finden, muss man aber nicht. Eine derartige Situation eint nämlich nicht nur die gebürtige Bevölkerung, vor allem Wahleinwohnern wird (überall und so auch hier) eine besondere Affinität zur gesuchten (und gefundenen) Heimat nachgesagt. Wer mag, darf von Liebe reden. Fußball im konkreten Fall ist naheliegend und lässt die Bande mittels evidenter Tragik nur noch enger knüpfen. Aber auch sonst hat Gelsenkirchen einiges zu bieten. Solartechnologie wird hier ebenso erforscht wie die Bergbauvergangenheit. Kulturzentren findet man, Ankerpunkte auf der Route der Industriekultur und wo sich Kreative „Insane Urban Cowboys“ nennen, kann nicht alles falsch sein.
Wolfgang Kienast

Natalie Waschk

Einige würde sagen, Gelsenkirchen kann niemand lieben. Diese Menschen haben allerdings noch nicht mit Natalie Waschk gesprochen. Dennoch ist ihr Verhältnis zur Stadt trotz intensiver Heimatliebe - oder gerade deshalb - ehrlich: „Gelsen ...

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