Bochum

Der Förderturm am Bergbaumuseum gehörte ursprünglich zur Zeche Germania in Dortmund-Marten. Die Jahrhunderthalle, anlässlich der Düsseldorfer Industrie- und Gewerbeausstellung vom und für den „Bochumer Verein“ konzipiert, kam erst im Anschluss an ihren jetzigen Standort. Der „Starlight Express“ rollte erstmals in London über die Bühne. Herbert Grönemeyer wurde im zarten Alter von vier Monaten aus Göttingen importiert. Bedeutende Wahrzeichen der Stadt sind also nicht originär bochumerisch. Egal. Was fehlt, macht sich der Bochumer zu eigen und was er hat, das feiert er. Das gilt nicht nur für Clubs und Bars, das Bermudadreieck und „Bochum Total“, sondern auch für den VfL, gleichgültig, ob als „unabsteigbar“ oder „wiederaufsteigbar“. „Die Uni-Stadt Bochum schläft nie“ heißt es auf virtualnights.com – vielleicht, weil sich die Bodenständigkeit einer Industriestadt mit der Mentalität einer geisteswissenschaftlichen orientierten Studentenschaft auf eine fruchtbare Beziehung eingelassen hat.
Wolfgang Kienast

Jan Kath

Wer an Orientteppiche denkt, denkt vermutlich an alte Filme, an Hotels, Aladin und das Wohnzimmer der eigenen Eltern oder Großeltern. Vielleicht sollte das allerdings überdacht werden, denn Jan Kath befreit die Teppiche vom Staub ...

Read more
shop

Kulturtasche

Wer die Kulturtasche in der Alten Hattinger Straße in Bochum Ehrenfeld betritt, wird schnell mit Susanne Töller, ihrer Inhaberin, ins Gespräch kommen – und es lohnt sich, ihr zuzuhören. Die gelernte Pharmazeutisch-technische Assistentin weiß nämlich, wovon sie spricht. Im Ruhrgebiet ist schnell alles irgendwie „ehrlich“ oder „echt“ , aber wenn Susanne Töller über ehrliche Düfte spricht, ist das kein Etikett, das wahllos vergeben wird. In der Kulturtasche riecht der Raumduft eben wirklich so, als hätte sie gerade frische Zitronenschale abgerieben. Nach 28 Jahren in der Apotheke wollte sie mit der Eröffnung des Concept Stores ihren Fokus mehr auf Gesundheit und Schönheit lenken. Das verwirklicht sie mit einer liebevoll und sorgfältig ausgewählten Produktpalette. Dazu gehören Bio- und Naturkosmetik, aber auch Artikel aus dem Luxussegment. Oberstes Gebot ist dabei, dass keine unnötige Chemie verwendet wird. Dazu investiert Töller viel Recherchearbeit, um auch Nischenprodukten eine Plattform zu geben. Doch „zu besonderen Produkten gehört ein besonderes Design“, findet sie – das zeigt sich nicht nur in den Artikeln, sondern auch in der Kulturtasche selbst. Das Store-Design stammt von PRINZTRÄGER und greift genau das auf, was die Kulturtasche auszeichnet: Die Verbindung von Natur und Style, Apothekentradition und Geradlinigkeit, aber vor allem die Verwendung von echten Materialien wie Beton, Glas oder Holz – einfach ehrlich eben. Töller ist es wichtig, dass Kundinnen und Kunden mit allen Sinnen einkaufen, sich wohlfühlen und den Einkauf bei ihr als Erlebnis wahrnehmen. Gerne teilt sie dazu ihr Fachwissen, um bei der Auswahl zu helfen. Auch fertigt sie Produkte ganz nach individuellen Bedürfnissen, sodass persönliche Unverträglichkeiten gegen bestimmte Stoffe berücksichtigt werden können. VeganerInnen werden ebenfalls in der Kulturtasche fündig.
Wie kommt das Lakritz in die Drogerie?
Neben Pflegeprodukten hat auch eine große Auswahl an Lakritz ihren Platz gefunden. Was auf den ersten Blick wie Stilbruch wirkt, ist stattdessen eine Reminiszenz an die Apothekentradition: „In der Apotheke gibt es immer Lakritz“ , klärt Töller auf. Die leckere Süßigkeit werde aus der Süßholzwurzel gewonnen und sei gut für den Magen. Typisch für die Kulturtasche und ihre Inhaberin ist es, diese Tradition weiterzudenken: Mit feinsten dänischem Lakritz, klassisch in süß oder salzig, aber auch mit Früchten oder Chili. Damit ist aber noch nicht Schluss: Pralinen aus Lakritz schmecken super zum Espresso und als Pulver oder Sirup kann es sogar zum Backen oder Kochen verwendet werden. Auch hier gibt Susanne Töller gerne Tipps oder reicht einfach selbstgebackene Lakritz-Marzipan-Kekse zum Probieren. Die sprechen für sich.
Autor: Julian Krings
Fotos: Bande für Gestaltung

Alte Hattinger Str. 11
44789
http://www.die-kulturtasche.de/

Prinzträger

Mit Bochum verbindet Larissa Prinz in erster Linie der Regionalexpress. Um genauer zu sein: mit Hamme, dem Stadtteil, in dem sie gemeinsam mit der gebürtigen Bochumerin Marie Träger unter dem Namen Prinzträger an ...

Read more
shop

Showroom Jan Kath

Grünanlagen, Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien – die Straße unweit des Bochumer Krankenhauses „ Bergmannsheil “ ist eigentlich nicht die Gegend für Showrooms, sondern normales Ruhrgebiet. Und doch verbirgt sich hinter einer unauffälligen Fassade eine lichtdurchflutete und 1000 Quadratmeter große Halle, die Jan Kath als Showroom und Headquarter nutzt. Die Spuren der industriellen Vergangenheit sind noch sichtbar – graulackierte Stahlträger, Sichtbetonboden, große Glasflächen im Dach, Kräne unter der Decke – im Mittelpunkt stehen aber Jan Kaths Teppiche. Zum Glück verzichtet Kath darauf, seine Teppiche in nachgebauten Wohnräumen mit Designersofas und Plastikblumen zu präsentieren. Stattdessen hängen seine außergewöhnlichen Kollektionen und Einzelstücke wie abstrakte Kunstwerke an weißen , eingezogenen Wänden. Das schafft nicht nur eine luftig-lässige Galerie-Atmosphäre, sondern konzentriert Kaths Entwürfe auf das Wesentliche, auf ihre Farben, Muster und Materialien. Jan Kaths „Contemporary Rug Art“ hat in Bochum seine passende, postindustrielle Umgebung gefunden – wer es trotzdem nicht ins Ruhrgebiet schafft: Weitere Showrooms und Stores gibt es in Köln, Berlin, Hamburg, Stuttgart und München, sowie in Miami, Vancouver und New York City.
Autor: Volker K. Belghaus
Foto: Dimo Feldmann

Friederikastraße 148
44789
http://www.jan-kath.de/