Nathan Ishar - Köln
Als Kind des Ruhrgebiets zog es den studierten Juristen von Bochum nach Köln. Dort widmet Nathan Ishar sich nun seinen zwei großen Leidenschaften: Third Wave Coffee und Fotografie – vermutlich sogar täglich in dieser Reihenfolge. Sein Fokus bei der Fotografie liegt im Bereich der Portrait- und Modefotografie, wobei architektonische Strukturen eine ebenso große Rolle im Bildaufbau spielen. Mittlerweile ist er durch ein weiteres Studium ebenfalls in Antwerpen tätig. Irgendwie schafft der Mittezwanziger es neben Studium, Job, Privatleben und der – eines Barista ebenbürtigen -Kaffeezubereitung noch seinen sehr erfolgreichen Instagramfeed, @pramoediya, zu betreuen und das damit einhergehende Netzwerk zu pflegen. Seien es Workshops, Instameets mit Führungen - beispielswiese durch das Kunstmuseum Bonn - oder Vorträge auf der Photokina. Nathans Tag scheint mehr als 24 Stunden zu haben. Ob das am Kaffeekonsum oder der veganen Lebensweise liegt, bleibt wohl sein Geheimnis.
Für seinen Lebensentwurf hat der Fotograf mit Köln die richtige Heimat gefunden. Er schätzt zum einen „die Entspanntheit der Leute“ zum anderen aber auch „die vielen kulturellen Möglichkeiten.“ Köln bietet für ihn immer das, was er gerade braucht.
Autor: Jan Kempinski
Foto: Julia Haack
Rundgang mit Nathan Ishar
Einen Tag in Köln beginne ich am liebsten mit einem Frühstück in besonderer Atmosphäre und herausragendem Service im QVEST Designhotel (gereonskloster 12, 50670). Das historische Gebäude liegt im Gereonsviertel und das Besondere daran ist, dass sowohl das Café als auch jegliche Zimmer individuell mit Designklassiker eingerichtet worden sind. Ein wenig umschauen lohnt sich also. Am besten ist es, vorher einen Termin auszumachen, damit einem die Zimmer gezeigt werden.
Im Anschluss an das Frühstück bietet sich die Galerie Kaune Contemporary (Gereonskloster 12, 50670) an, welche nur eine Tür weiter in einer ehemaligen Kapelle zu finden ist. Nicht selten finden dort Ausstellungen von hochrangigen, zeitgenössischen Künstlern statt, welche die Galerie repräsentiert.
Daraufhin geht es dann in das Belgische Viertel - einfach ein wenig in den vielen Läden und Boutiquen herumstöbern. Mein Lieblingsstore ist Kenkawai (Brüsseler Str. 85, 50672 Köln), ein von japanischer Kultur Inspirierter Concept-Store, der nicht nur sehr schön eingerichtet ist, sondern neben Lifestyle und Interior Design Magazinen auch Accessoires, Möbel und Haushaltsgegenstände verkauft. Wer von dort aus die Brüsseler Straße zum Brüsseler Platz läuft, findet dort noch einige kleine Läden und als kleines Highlight das Hallmackenreuther (Brüsseler Platz 9, 50674 Köln), ein Café mit Retro-Charme. Bei Sonnenscheint lohnt es sich aber auch einfach auf dem Brüsseler Platz eine kleine Pause einzulegen.
Zum Mittagessen gehe ich sehr gerne ins Well Being (Brabanter Str. 9, 50674 Köln), ein vegetarisches vietnamesisches Restaurant, oder zum chinesischen Restaurant Ni Hao (Brüsseler Str. 44, 50674 Köln) am Rande des belgischen Viertels. Mit vollem Bauch geht es dann weiter zum Forum für Fotografie (Schönhauser Str. 8, 50968 Köln), um dort die zur aktuelle Fotoausstellung zu besuchen. Besonders schön am Forum für Fotografie ist neben den tollen Ausstellungen vor allem die Lage in der Südstadt und nah am Rhein.
Direkte Nachbarn vom Forum für Fotografie sind weitere namhafte Galerien wie Galerie Thomas Zander oder Galerie Anke Schmidt, deren Besuch allein sich schon lohnt.
Schon mal in dieser Ecke Kölns angekommen, bietet es sich an, durch die Südstadt oder am Rhein spazieren zu gehen – Hauptsache mit dem Ziel in der Ernst Kaffeerösterei, den Besten in Köln gerösteten Kaffee zu genießen. Mit neugewonnener Energie kann sich nun in den vielen kleinen Shops und schönen Straßen der Südstadt umgeschaut werden, um den Abend abschließend in der Pizzeria 485° (Bonner Strasse 34, 50677 Köln) ausklingen zu lassen.