Christian Hampe - Wuppertal
Sehen und erleben
Utopiastadt – wenn das nicht nach etwas klingt. Zumindest klingt es nicht nach Wuppertal und noch weniger nach Mirke, dem Stadtteil, in dessen Bahnhofsge-bäude die Utopiastadt verankert ist. Christian Hampe ist einer der Initiatoren des Projekts und hat über Jahre hinweg gemeinsam mit vielen Freiwilligen daran gearbeitet, das Quartier rund um den alten Bahnhof wieder auf Vordermann zu bringen. So wurden aus den anfängli-chen einzelnen Aktionen wie zum Beispiel verschiedenen Kunstexperimenten und wissenschaftlichen Konferenzen irgend-wann Projekte und aus der Summe der Projekte eine Art Leuchtturm des Vier-tels. Eines dieser Projekte ist das Repe-raturcafé, welches jeden ersten Sonntag im Monat seine Türen öffnet, damit dort alles, was einst in Ordnung war, repariert werden kann. Das Motto lautet: „Reparie-ren statt wegwerfen“ und einmal drüber nachgedacht, könnte es auch Christan Hampes Motto sein. Seinen Stadtteil zu reparieren, umzustrukturieren, aufzuwer-ten, neuzumachen, anstatt ihn wegzuwer-fen und verkommen zu lassen. Eine schöne Einstellung - gerade in Anbetracht der heutigen Wegwerfmentalität. Schön, wenn auch fast ein wenig utopisch
Autor: Jan Kempinski