Limpalux / Anja Eder und Michael Römer - Wuppertal

Leben zwischen Grau und Grün

Lamellen aus Papier formen eine organisch anmutende Lichtquelle. Je nach Tageslicht und Luftbewegung verändern sich Form und Farbwirkung der Lampen von Limpalux. Dadurch wird aus einer Leuchte eine sanft schwingende Skulptur. Funktionalität trifft auf Design. Damals noch als
Kunstobjekt gedacht, lag die Idee der ungewöhnlichen Lampen aus noch ungewöhnlicherem Material bereits zehn Jahre in Anja Eders Schublade, bevor sie gemeinsam mit Michael Römer 2009
Limpalux gründete. Aus Kunst wurden Leuchten –nund andersrum. Zwar wurde Anja in Solingen geboren, doch leben und arbeiten beide heute in Wuppertal. Ihre Räume finden sich dabei direkt am Wasser mit direktem Blick auf die Wuppertaler Schwebebahn. Mitten in einem Umfeld aus Architektursünden und – perlen.
„Eingebettet im Grün ist Wuppertal zwischen den Zeilen immer frei für Improvisiertes & Neues - die Räume finden sich.“
Nichts für das die Stadt bekannt wäre, was daran liegen kann, dass "die Wuppertaler zu bescheiden sind", wie der Bürgermeister Andreas Mucke sagt. Nichts, was die beiden Designer stört, Anja und Michael begrüßen es eher:
„Man muss ja nicht jedem auftischen, wie toll man ist. Das können andere Städte besser.“
Autor: Jan Kempinski
Foto:MOI-TOI

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Anita Karthaus

Dass Mode Kunst ist, zweifelt wohl niemand mehr an, wenn man Anita Karthaus fantasievolle Kreationen sieht. Mit leichten, teilweise transparenten Materialen und femininen, drapierten Formgebungen hat sie es auf die internationale Fashionbühne geschafft. Sie betreibt ihre Mode in weltweiten Shops und ist sogar laut Webseite in Hochglanzmagazinen wie VOGUE und ELLE vertreten. „Der Sinn von Mode ist, zum Träumen zu ermutigen.“ Dieses Zitat von Anita Karthaus spiegelt sich in ihren Kollektionen wider; sie erinnern durch das fantasievolle Design an Kostüme träumerischer Filme. Mode kann einfach nur kleiden oder - in Anita Karthaus Fall - die Eigenart und Schönheit der Trägerin unterstreichen und sie am Ende möglicherweise selbst zum Kunstwerk werden lassen.
Autor: Elisa Reinlein Mertens

Hofaue 53-55 42103 Wuppertal http://www.anita-karthaus.com

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Frau Wunder

An einem Nachmittag mit der ganzen Familie einkaufen zu gehen, ohne in diverse Läden gehen zu müssen? Das geht: in Jennifer Isenbergs Geschäft „Frau Wunder“ im Luisenviertel. Sie selbst bezeichnet es als Generationenkaufhaus, in welchem man nachhaltige Kinder- und Erwachsenenkleidung, Schmuck, Geschirr und andere wunderbare Dinge findet. Fair produzierte Mode gilt hier nicht als hipper Trend, sondern als Einstellung, welche Jennifer nun seit zehn Jahren mit ihrer „Frau Wunder“ verwirklicht. Bei der Kindermode hat sie laut eigener Aussage ihr Ziel schon erreicht: hier liegt der ökologische Anteil bei hundert Prozent; im Erwachsenensegment schon bei 80 Prozent. Ihre Waren kommen von europäischen kleinen Labels, deren Retro Stil an die schwedischen oder dänischen Drucke erinnern und Papa, Mama, Kind und Oma ein Gefühl von Wohligkeit und Gemütlichkeit vermitteln.
Autor: Elisa Reinlein Mertens

Sophienstraße 1 42103 Wuppertal http://www.frauwunder.com

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Hoegens Urbanität

Auf dem Wuppertaler Ölberg, über der Stadt mit ihren austauschbaren Produkten, ist Nadine Hoegers besonderer Laden mit ihren persönlich selektierten Waren eine Wohltat. Hier findet sich alles rund um den urbanen Lifestyle: feine Tees, exklusiver Gin und ausgewählte Kaffeesorten für den Genuss sowie hochklassige Alltagsprodukte wie besonderes Fahrradzubehör, außergewöhnlich designte Rucksäcke und Retro-Glühbirnen.
Es ist gut möglich, das ein Besuch in Nadines Geschäft einen Kauf nach sich zieht, denn ihre Freude, Begeisterung und Liebe zum Detail ist ansteckend. Doch selbst wer nichts gefunden haben sollte, geht nicht selten mit einem neuen Rezept oder einer Geschichte über ein Produkt nach Hause. Dafür nimmt sich die Ladenbesitzerin immer gerne Zeit.
Autor: Elisa Reinlein Mertens
Foto: MOI-TOI

Marienstraße 23 42105 Wuppertal

eat & drink

La petite Confiserie

Wer kurz dem Alltag mit ein bisschen Luxus und süßen Verführungen entfliehen möchte, ist bei La petite Confiserie genau richtig. Hier können sich Hungrige einem ausgezeichneten Frühstück, Cupcakes, Torten, Macarons und Tartes genussvoll hingeben, während sie die eine oder andere Kaffeespezialität probieren. Als Geschenk, oder für die eigene Gaumenfreude, kann man nach einem Besuch in Julia Bottlers Café selbsthergestellte Konfitüren, Chutneys, Liköre oder Senfe erwerben. Wer die Wohnung bei eisigen Temperaturen nicht verlassen möchte, kann die Besitzerin für Pralinen- oder Cupcakes-Kurse einladen. Für Hochzeiten, Geburtstage und ähnliche Festlichkeiten liefert Julia sämtliche Köstlichkeiten auch -nach Wunsch sogar für Allergiker. Diese liebevolle Confiserie ist für Genießer immer einen Abstecher wert.
Autor: Elisa Reinlein Mertens

Marienstraße 37 42105 Wuppertal http://www.lapetite-confiserie.de

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oelberger taschenmanufaktur

Dass Nachhaltigkeit und Design sich nicht widersprechen, beweist Silvia Werner mit ihren Taschen aus recycelten Materialien. Dafür verwendet die Gründerin Feuerwehrschläuche, Werbebanner, Sicherheitsgurte und wohl am ungewöhnlichsten: Bodenbeläge aus Tanztheatern, die mit biologisch abbaubaren Waschmitteln gereinigt werden. Dadurch leben die Geschichten dieser Materialien weiter und die Gebrauchsspuren machen aus jedem Objekt ein handgefertigtes Unikat.
Dass die Buchstaben oe im Markennamen rot hervorgehoben werden, betont die für Silvia wichtigen Attribute: offen und ehrlich, oekologisch und dass es sich um offizielle Einzelstücke handelt. Diese sind in allen möglichen Formen, Größen und Farben erhältlich, die Fröhlichkeit in den Alltag ihrer Begleiter bringen.
Autor: Elisa Reinlein Mertens

Marienstraße 46 42105 Wuppertal http://www.oelberger-taschenmanufaktur.com

club


Sommerloch

Man munkelt, dies sei der place to be in Wuppertal, der mit seiner Mentalität und seinen Veranstaltungen ein bisschen Berliner Flair in den Pott bringt.
In den alten Industriemauern, zwischen roten Backsteinwänden und hohen Fenstern, gibt es feinen Alkohol und Unterhaltungsmöglichkeiten, die von Theater über Konzerte bis hin zu literarischen Veranstaltungen reichen. Sommerloch oder Winterwölbung; zu jeder Jahreszeit lässt es sich an diesem Kulturort vorzüglich Zeit verbringen.
„Wir sind immer geöffnet, wenn es einen halbwegs vernünftigen Grund gibt.“ Sollte es mal keinen vernünftigen Grund geben, kann man immer noch ein bisschen Sommerloch genießen; indem man samstags, möglicherweise etwas verkatert vom Vorabend, ihrem Radio Reude lauscht. Falls das sonntägliche Beisammensein bei Oma daheim ausfallen sollte, trifft man sich dann einen Tag später wieder im Sommerloch – zu Kaffee und Kuchen.
Autor: Elisa Reinlein Mertens

Bergstraße 50 42105 Wuppertal http://www.sommerloch.info